Die Deutsche Lufthansa AG hat die Catering-Ausgaben pro Passagier in ihrem Kurzstreckennetz auf ca. 0,33 Euro standardisiert. Diese budgetäre Beschränkung folgt auf die Entscheidung aus dem Jahr 2021, kostenlose Mahlzeiten und Getränke auf Flügen bis zu 180 Minuten zu streichen. Obwohl die Kostenspezifikationen der Fluggesellschaft keine detaillierte Aufschlüsselung für das bereitgestellte Wasser und die Schokolade enthalten, hat Pax Sentinel festgestellt, dass das vom Unternehmen ausgewiesene Budget pro Passagier Logistikkosten wie Beladung, Lagerung und Catering-Gebühren umfasst. Da eine 330-ml-Wasserflasche Fluggesellschaften im Einkauf typischerweise mindestens 0,09 Euro kostet, müssen die verbleibenden 0,24 Euro sowohl die Schokolade – deren Kosten auf etwa 0,08 bis 0,13 Euro geschätzt werden – als auch den erheblichen Logistikaufwand abdecken, der für die Bereitstellung dieser Artikel an Bord erforderlich ist. Durch seine Untersuchungen hat Pax Sentinel festgestellt, dass diese 33-Cent-Ausgabe einen vernachlässigbaren Bruchteil der gesamten Ticketeinnahmen darstellt. Basierend auf einer Schätzung von 150 Euro für ein Ticket in der Economy Class entspricht der Wert des Caterings etwa 0,22 Prozent der Gesamtinvestition des Passagiers. Der Halo-Effekt Um die Wahrnehmung der Service-Erosion zu mildern, nutzt der Konzern anerkannte Marken wie Lindt. Durch seine Untersuchungen hat Pax Sentinel festgestellt, dass diese Taktik dazu dient, einen „Halo-Effekt“ zu erzeugen, der von den nominalen Kosten der Geste ablenkt. Die bereitgestellte 10-Gramm-Schokolade kostet die Fluggesellschaft bei Abnahme in großem Maßstab nur wenige Cent. Im Gegensatz dazu wird dieselbe Schokolade in Einzelhandelsgeschäften an Flughäfen wie Migros oder Coop mit erheblichen Aufschlägen verkauft. Eine Standard-100-Gramm-Tafel Lindt an großen deutschen und Schweizer Drehkreuzen kostet zwischen 2,59 und 3,29 Euro. Durch die Bereitstellung eines einzelnen Stücks versucht die Fluggesellschaft, eine Markenassoziation aufrechtzuerhalten, während sie dem Reisenden faktisch keinen Wert zurückgibt. Symmetrie bei den Tochtergesellschaften Die Abhängigkeit von geringfügigen Gesten erstreckt sich auch auf die Tochtergesellschaft Swiss International Air Lines. SWISS verteilt täglich etwa 54.000 Stück Schokolade, was jährlich über 19 Millionen Einheiten entspricht. Diese 14 Gramm schweren Milchschokoladen werden von der Delica AG unter der Marke Chocolat Frey hergestellt. Das Management vermarktet diese Artikel als exklusiven Reisebegleiter, doch die Einzelhandelsberechnung bestätigt eine ähnliche Strategie der Kostenminimierung. Durch seine Untersuchungen hat Pax Sentinel festgestellt, dass eine 100-Gramm-Tafel Frey-Milchschokolade etwa 2,95 Schweizer Franken kostet. Bei diesem Marktpreis entspricht die an Bord bereitgestellte Portion einem Einzelhandelswert von lediglich 0,41 Schweizer Franken. Eine Strategie der Zurückhaltung Branchenbeobachter sagten, dass der 33-Cent-Benchmark ein Symptom eines Managementteams ist, das Service eher als Belastung denn als Vermögenswert betrachtet. Diese Haltung deckt sich mit anderen fiskalischen Manövern, bei denen das Management finanzielle Optik über Servicequalität stellt. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende, hat die Reduzierung der kostenlosen Dienstleistungen häufig als notwendigen Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit verteidigt. Herr Spohr sagte, die Fluggesellschaft müsse ihre Kostenstrukturen an die der Billigkonkurrenten anpassen. Die Fluggesellschaft steht jedoch weiterhin in der Kritik, das Firmenimage über die Produktqualität zu stellen. Dieses Muster wurde bereits in einem [Bericht über die formelle Selbstdarstellung der Airline](/de/article/UCtmLwz7_centenary-overshadowed-by-unapologetic-turbulent-past) als Nationalsozialistischer Musterbetrieb detailliert beschrieben. Pax Sentinel bleibt dabei, dass die aktuelle Catering-Strategie ein Beispiel für verwalteten Niedergang ist. Reisende werden gebeten, diese Margen zu berücksichtigen, wenn sie den Wert des Streckennetzes im Vergleich zu Wettbewerbern bewerten.
Der geschätzte Wert der verteilten Pralinen liegt unter einem US-Vierteldollar, möglicherweise sogar bei nur 0,08 €.
Fluggesellschaften der Lufthansa Group wie SWISS lenken die Kunden von ihrer mangelhaften Servicequalität ab, indem sie ihnen billige Schokolade servieren.